Die Sonne-Saturn-Opposition stellt persoenliche Staerke Gesetz, Pflicht, Angst und Zeit gegenueber. Der Mensch kann frueh fuehlen, dass das Leben ihn nicht einfach zur Selbstentfaltung ruft, sondern zuerst verlangt, dass er eine Pruefung besteht. Freude, Vertrauen, Anerkennung, das Recht, man selbst zu sein, kommen nicht immer frei. Auf einem Pol steht die Sonne: Ich will leben, waehlen, leuchten, lieben, schaffen. Auf dem anderen steht Saturn: Man muss antworten, ertragen, erfuellen, entsprechen, die Folgen bedenken.
Diese Achse erscheint oft durch aeussere Figuren: einen strengen Elternteil, Chef, Lehrer, Partner, Gesetz, System, Umstaende, die den Menschen zu verzoegern scheinen. Doch die Aufgabe der Opposition ist nicht einfach, Saturn zu besiegen. Wenn der Mensch nur gegen Begrenzungen rebelliert, verliert er Form. Wenn er sich ihnen voellig unterwirft, geht die Sonne aus. Er muss eine innere Autoritaet entwickeln, die weder von der Zustimmung eines anderen noch von staendiger Selbstbestrafung abhaengt.


