Der Sonne-Mond-Quinkunx zeigt keinen direkten Konflikt, sondern eine wiederkehrende Unstimmigkeit zwischen persoenlichem Willen und emotionaler Sicherheit. Ein Mensch kann immer wieder in Situationen geraten, in denen er waehlen muss: sich selbst treu bleiben oder eine vertraute Bindung bewahren, anderen helfen oder den eigenen Weg nicht verraten, stark sein oder Verletzlichkeit zugeben. Anders als beim Quadrat ist die Spannung nicht immer sofort sichtbar. Sie sammelt sich durch kleine Zugestaendnisse, wiederholte Pflichten, ein seltsames Schuldgefuehl und den Eindruck, das eigene Leben werde staendig an fremde Erwartungen angepasst.
Die Sonne will eine klare Richtung, waehrend der Mond zum Vertrauten zieht: Vergangenheit, Familie, alte emotionale Rollen, das Beduerfnis, gebraucht zu werden. Beim Quinkunx verlangen diese zwei Kraefte Anpassung. Der Mensch kann viel fuer andere tun, unterstuetzen, retten, nachgeben, Fuersorge beweisen und sich dann muede und still gereizt fuehlen. Manchmal merkt er nicht, wie er Verantwortung eines anderen uebernimmt, weil er Angst hat, Zustimmung oder Liebe zu verlieren.

