Das Quinkunx von Sonne und Uranus zeigt eine wiederholte Anpassung zwischen dem Recht, man selbst zu sein, und der Angst, zu seltsam oder zu abhaengig zu werden. Die Person kann ihre Einzigartigkeit stark fuehlen, versteht aber nicht immer, wie sie sie ohne Chaos ausdruecken soll. Manchmal loest sie sich in einer Gruppe, im Talent eines anderen, in einem starken Partner oder einer modischen Bewegung auf; dann rebelliert sie ploetzlich und verlangt Anerkennung ihrer Ausnahme. Die Sonne will Autorschaft, Uranus fordert Freiheit, und das Quinkunx zwingt die Person immer wieder, eine Form zu suchen, in der eines das andere nicht zerstoert.
Dieser Aspekt kann einen kreativen Regelbrecher geben. Die Person fuehlt sich zu etwas Ungewoehnlichem faehig, braucht aber manchmal eine aeussere Figur, die erlaubt, bemerkt, foerdert, bezahlt oder ihr Recht bestaetigt, originell zu sein. Dadurch entsteht die Gefahr, Schueler eines Mutigeren zu werden, Ideen unter fremdem Namen zu geben oder fuer die Chance zu arbeiten, sich wenigstens indirekt auszudruecken. Am anderen Extrem beginnt sie zu schockieren, Kanons zu brechen, mit Autoritaeten zu streiten, doch dahinter steht vielleicht nicht Freiheit, sondern Schmerz darueber, unterschaetzt zu werden.

